Interview mit dem Bloggerherzträger – Christian Gera

Ich starte ein Interview-Projekt, wo Du, mein liebe(r) Leser, aus den Erfahrungen anderer lernen kannst und die Methoden, die sie anwenden um ihre Erfolge zu erzielen, übernehmen kannst.

Im Oktober begann eine Frage in meinem Kopf herumzuschwirren: Wie kann ich meinen Lesern helfen ihre eigenen Fehler bei Bloggen & Webdesign zu minimieren? Der Zufall hat mir geholfen:  am Freitag habe ich eine offene und hilfsbereite Person kennengelernt, die auch mein erster Befragte ist...

1)      Moin-Moin. Schön, dass Du Zeit für ein Interview hast. Vielleicht kannst Du Dich als erstes kurz vorstellen

1479065_10152005034143827_1216392953_nHi, mein Name ist Christian Gera und ich komme aus dem schönen Ruhrpott – dem NRW Städtchen Bochum.

Nach meinem Abitur machte ich eine Ausbildung zum Fachbuchhändler, habe diverse Medien-und Marketingarbeitsplätze durchlaufen & wollte es dann nach meinem parallelen Studium zum Marketing-Kommunikationsfachwirt einfach selber wissen: Ich gründete das Freizeitcafe & jetzt das Bloggerherz. Ich wagte den Schritt in die Selbstständigkeit & kann mich nun nach einem harten Stück Arbeit als Berufsblogger bezeichnen.

Zu mir als Mensch kann ich sagen: Äußerst Kreativ, neue Ideen, ein Schreiberling, will Dinge umsetzen, liebenswürdig, humorvoll. Und immer für andere da- um es mit den Worten meiner (realen) Freunde auszudrücken. Ich habe in meinem Leben jedenfalls noch viel vor & will auch etwas (für andere) hinterlassen…

 

2)      Wie lautet dein Lebens-Motto?

Da habe ich gleich 2:

„Glück ist das einzigste, was sich verdoppelt, wenn man es teilt. Und gibst Du etwas- kommt es doppelt zu Dir zurück.“

Und dies hier:

„Sohn, frei bist du, wenn du nicht in Ärsche kriechen musst,
reich bist du, wenn du es ihnen sagen darfst,
weise, wenn du es ihnen nicht mehr sagen musst.“

 

3)      Erzähl uns bitte, wie Dein typischer Tag aussieht.

Aufstehen, frisch machen, Tageszeitungen und sämtliche News/Mails/Social Media Auftritte checken, neue Kooperationen & Aufträge beantworten. Dann horche ich in mich hinein ob da heute 1-3 Blogartikel in mir schlummern. Habe gerade interessenhalber einmal nachgeschaut: Mittlerweile sind es mehr als 1350 Artikel, die mir mal mehr- mal weniger gut gelungen sind. Heute sind sie auf jeden Fall besser als früher – man entwickelt sich als Mensch und als Blogger gleichermaßen J

Und dann versuche ich so viel Zeit wie möglich zu finden für die wichtigen Dinge im Leben: Die Liebe, Familie, die Freizeit (daher auch Freizeitcafe) &Freunde oder Sport und die Hunde. Alles existentiell wichtig- nur online und virtuell geht nicht! Stecker aus und raus lautet da meine Devise. Ich denke gerade in den Zeiten der Reizüberflutung durch Social Media, WhatsApp Sucht und Co. ist gerade das die entscheidene Komponente um ein ausgeglichener, glücklicher & gesunder Mensch zu sein: Sich Zeit für seine nächsten zu nehmen, denn unsere Zeit hier ist wirklich nur sehr kurz, wenn man sich seinem eigenen Leben einmal bewusst wird.

Oder um es ganz weise mit den Worten Napoleon Bonaparte auszudrücken:

„Es gibt Diebe, die von den Gesetzen nicht bestraft werden- und uns doch das kostbarste stehlen: Die Zeit!”

4)      Wann und warum hast Du mit dem Bloggen angefangen?

1426264_10152005034113827_1376550913_nMeinen ersten Blog- das Freizeitcafe startete ich am 25 März 2011. Ich habe also schon bald mein 3 jähriges Blogjubiläum - was natürlich gebührend gefeiert wird.

Warum ich damit angefangen habe? Das ist eine gute Frage. Es war wohl der innerliche Wunsch sich selbst ausdrücken zu können. Man hat so vieles im Kopf was vielleicht unausgesprochen bleibt- jenes muss ich zuweilen einfach rauslassen. Das tut mir gut. Ist manchmal sogar ne Art Eigen- Therapie;oft verarbeite ich auch selbst damit Dinge und Lebensstationen - auch wenn das vielleicht verrückt klingen mag. Aber eine „Therapie“ ist es für viele meiner Blog-Mitstreiter wenn ich mich so umhöre in den Blogger- Netzwerken, die ich ja auch selbst gestalte und fördere.

Das Faible zu schreiben hatte ich schon früh in mir entdeckt- schon meinen Grundschullehrer konnte ich damit begeistern, dass ich Fantasy- Geschichten  & Märchen einfach so aus dem Stehgreif schrieb… da schlummert übrigens noch so einiges unveröffentlicht in meinen Schubladen & tritt vielleicht bald auch mal irgendwann ans Tageslicht…

Meine Beweggründe zum bloggen selbst gehen aber noch viel tiefer und jenes würde dieses Interview hier sprengen. Auf Bloggerherz habe ich mich dazu einmal ganz tiefgründig “ausgelassen.“

Kurzgefasst kann ich es aber so auf den Punkt bringen:

Dem Schreibprozess geht manchmal ein intensiver Denkprozess und besonders viel Grundlagenarbeit voraus. Manchmal sind es schnelle, kurze Prozesse – vor allen in der heutigen Social Media Zeit.

In jedem Fall gilt: Das richtige Wort zur richtigen Zeit und am richtigen Ort kann Wunder bewirken. So konnte ich schon Domian erreichen via meinem Blog Freizeitcafe (das Redaktionsteam dort war ganz begeistert und hat kurios geantwortet wie ich finde), oder zu regelrechten Shitstorms aufrufen um Besserung zu erzielen.

Ich will mich bei weitem nicht als Weltenretter aufspielen – aber zuweilen kann man mit einem Blog und einer gewissen, hart- erarbeiteten Reichweite da draußen so einiges bewirken. Sei es denn für einen kleinen Fußballverein – oder für größere Fische.  Schön ist es immer wenn ich virtuell helfen konnte- um reales zu erreichen.

Dieser kommunikative Aspekt wurde mir im Laufe der Zeit immer mehr bewusst. Bis heute fasziniert mich die Kunst mit Worten zu jonglieren, andere emotional anzusprechen, sie zu fesseln, zu unterhalten, zum nachdenken anzuregen, zu informieren. Das Spiel mit Worten und einem passenden Blogartikel ist grenzenlos – das weiss ich jetzt. Wenn man es auch nur schafft, eine Person da draußen zu erreichen – und diese eine zum nach-denken, umdenken oder diskutieren zu bewegen – dann hat man es geschafft.

 

5)      Erinnerst Du Dich noch an die ersten Male?

Ja – ziemlich genau sogar. Wenn ich an die Anfangszeit zurückdenke, muss ich sogar schmunzeln. Das Bloggen und die Blogosphäre an sich war für mich ein komplett neues Feld. Klar kannte ich die Zeitungs- und Journalismus- Arbeit, aber bloggen war anders. Einfacher freier.

Ich war begeistert von WordPress, vom Handling, dass meine Worte via einem solchen Medium die Welt nach draußen fanden. Eine sehr bewegende Sache – ich glaube auch, dass das der Grund ist, warum so viele Menschen heute Blogs erschaffen: Sie wollen Selbstverwirklichung und Aufmerksamkeit erzielen.

 

6)      Wie viele Blogs betreibst Du derzeit?Machst Du das ganz allein?

Derzeit sind es 2 Blogs. Der eine das Freizeitcafe auf freizeitcafe.info und das Bloggerherz auf bloggerherz.de .

Letztere Seite ist mein neues Baby seit August 2013 und ein Vehicle für andere Blogger sich & Ihre Artikel kostenlos vorzustellen. Ich biete dafür sogar meine eigenen Social Media Kanäle zur Verbreitung an & das wird ausnahmslos positiv von allen wahrgenommen. Die Arbeit macht mir Freude, noch betreibe ich das alles allein in akribischer, ständig motivierter Arbeitsweise. Ich kann aber zum Glück auf 2 sehr gute, freiberufliche Programmierer zugreifen die derzeit gerade noch 2 weitere Projekte für mich aus dem Boden stampfen, bis das 4 Seiten Imperium irgendwann steht. Seid gespannt 😉

 

7)      Welche Plattform verwendest Du für deine Blogs? Warum hast Du dich an diese Plattform entschieden?

Ich habe mich für WordPress entschieden. Einfach deshalb, weil es ständig weiterentwickelt wird. Dort gibt es zu Hauf tolle Themes (Chapeau übrigens an Euren Dienst hier, dass Ihr diese so toll und anschaulich bereitstellt für die Bloggerwelt!) & in der Szene munkelt man ja, dass WordPress 2014 so einige Überraschungen auspackt. Die Möglichkeiten sind enorm & gerade diese Option der ständigen Weiterentwicklung und Optimierung gefällt mir, weshalb ich WordPress als treuen Partner aus-erwählte We will see… gerade auch und weil das Bloggen in Deutschland ja noch im kommen ist und einen riesigen Wachstumsmarkt verspricht.

 

8)      Was sind nach deiner Erfahrung die wichtigsten Erfolgsfaktoren für einen Blog?

Leidenschaft, Beständigkeit, Eigenmotivation, der Blick fürs Detail, Ausdruck, Durchhaltevermögen, der innere Drang schreiben zu wollen, Dinge zu bewegen, Schreibtalent und ganz ganz wichtig- wenn nicht das wichtigste: Kooperation mit anderen Bloggern und Bloggerinnen da draußen- ganz alleine in seinen 4 Wänden schafft man es nicht! Mir sind in der Zeit schon tolle Freund- und ganze Seil-schaften entstanden, die ich heute nicht mehr missen will auf diesem Gebiet.

 

9)      Was unternimmst Du, um deinen Blog bekannter zu machen?

Kooperation, Kooperation, Kooperation. Und dadurch auf starken Blogs und Seiten bekannter werden. Sich auf den Author-Rank konzentrieren, da Google dies fixiert und künftig nach Inhalten von Personen sucht und jenes in den Suchergebnissen honoriert.

Ich zeige den Firmen kompetent wo der Hammer hängt, verkaufe mich und freie Artikelplätze/Werbebanner im Blog nicht unter Wert oder gegen meine innere Haltung/Einstellung/ die CI des Blogs. Hartnäckig sein, Fragen stellen, Hilfe einholen – oftmals nutze ich auch Presseportale und schaffe mir eine große Social Media Basis als Unterstützung oder zusätzlichen Leser- Zufluss in Netzwerken wie Google+, Facebook, Xing, Twitter and so on…

Hauptsache guter Content, am Ball bleiben &ver-netzen. Das ist mir das wichtigste um die eigene Bekanntheit zu steigern und um positives Feedback aufgrund seiner Arbeit zu erlangen.

10)   Was würdest Du jemand sagen, der mit dem Bloggen anfangen will?

Durchatmen und in sich hineinhorchen, ob man das wirklich will. Ein Konzept erstellen. Sich bewußt werden: Gut bloggen kostet enorm viel Lebenszeit, Kreativität und Durchhaltevermögen. Bloggen braucht Zeit. Geb Dir selbst die Zeit- auch wenn Du wie ich fast ein Jahr für sehr geringe Besucherzahlen schreibst.

Schau Dir andere Blogs an, finde wenn möglich noch eine Nische. Schaue, dass der Blog zu Dir und Deiner Person passt. Tue nie etwas halbherzig. Das merken die Leser – und die will man sich ja schließlich Schritt für Schritt aufbauen. Auch das kostet Zeit und kommt nicht von heute auf morgen.

Nicht über alles schreiben- sondern nur über das was Dir und zu Deinem Blog passt. Das macht Dich und Deinen Blog authentisch. Ein Ziel vor Augen haben oder das ganze Just for Fun betreiben – dem bloggen sind keine Grenzen gesetzt und es ist wundervoll, dass die Bloggerwelt da draußen so bunt-gemischt und verschieden ist. Lerne neue Menschen kennen, entwickel Dich und Deinen Blog dabei stetig weiter.

Learning bydoing, jeden Tag dazulernen, offen sein für neues und sich helfen lassen wenn man nicht weiterkommt….

Ich wünsche jedem Bloggerherz da draußen, dass der Blog ein Teil von ihm/Ihr wird.

 

Vielen Dank lieber Christian für Deine Zeit und die interessanten Einblicke!

 

P.S.: Hast Du eine(n) lieblings Blogger(in) oder Web-Designer(in)? Schreib mir per Kommentar-Feld oder an nataly@templatemonster.com, damit die andere auch an ihm (ihr) erkennen.