Gratis „Jazz Age“-Schriften – Spiele deine eigene Melodie

Clint Eastwood hat einmal gesagt, es macht immer Spaß, über Jazz zu reden. Also, warum eigentlich nicht…? Lass uns darüber reden. Wir sind uns fast sicher, dass, sollten wir dich fragen, was Jazz überhaupt ist, du so etwas antworten wirst, wie: „Ach, jeder weiß doch, was Jazz ist… es ist… es ist… hmm… weiß gar nicht so genau, wie ich das erklären soll…“ Stimmt's? Wenn du kein professioneller Musikkritiker bist, stellt sich die Frage wahrscheinlich als komplizierter heraus als anfangs angenommen. Aber mach dir bitte jetzt keinen Kopf um die Definition, und lass uns ein paar Dinge über dieses unfassbare Musikgenre erzählen.

Was ist Jazz? Eine tiefere Bedeutung

Klar, es ist wahr, dass wir alle schon Jazzmusik gehört haben. Manch einer ist verrückt danach, manchem ist sie gleichgültig und wieder andere wechseln sofort den Radiosender, sobald sie die ersten Jazzklänge vernehmen. Nichtsdestotrotz mögen die meisten Menschen, besonders die, deren Beruf mit Kunst zu tun hat, den Jazz und wissen auch eine Menge über seine Geschichte. Jedoch ist es sehr schwierig, mit dem Fachbegriff Jazz alles darüber auszusagen. Warum? Weil dieses Musikgenre wirklich besonders ist. Wir können es mit dem wechselhaften Wind vergleichen, mit fließendem Wasser oder einem ungezogenen launischen Kind. Jazz ist extrem variabel. Und das ist der Grund, warum es so schwer ist, seinen wahren Geist zu erfassen. Jazz muss in deiner Seele sein, in Deinem Kopf und in deiner Lebensart, um ihn vollständig zu begreifen.

Als er nach seiner Definition von Jazz gefragt wurde, antwortete Louis Armstrong ja bekannterweise: „Wenn du es nötig hast, zu fragen, was Jazz ist, wirst du es nie wissen.“ TemplateMonster's Werbetexter sind aber nun mal recht hartnäckig und neugierig, deshalb werden wir mal versuchen, dir eine allgemeine Vorstellung dieser Musik zu vermitteln.

Bist du bereit, in die wundervolle Welt des Jazz einzutauchen? Großartig! Denn auf die aufmerksamsten Leser wartet ein netter Bonus. Was das sein wird? Erstklassige Gratis „Jazz Age“-Schriften bzw. Gratis-20er-Jahre Schriften, du kannst sie nennen, wie du magst. Bist du interessiert? Dann fahren wir mal mit der Erzählung fort.

Jazz ist eine komplette Musik-Kultur, aufgebaut auf einer Zusammenstellung von Gepflogenheiten und allgemeinen Fähigkeiten, die es Musikern ermöglichen schöpferisch zu sein. Schöpferisch gemeinsam, spontan und mit minimaler Vorbereitung. Wir haben keine Ahnung wie sie das machen, aber was dabei herauskommt, ist höchst originelle, persönliche und komplizierte Musik.

Von einem theoretischen Standpunkt aus betrachtet, tendiert Jazzmusik dazu, komplexere Harmonien zu benutzen als die allgemeine Pop Musik. Jazz stützt sich ganz stark auf 7 Akkorde, während Pop Musik z.B. gewöhnlich nur Dreiklänge enthält.

Es geht um die zahlreichen Variationen, die man an dem eigentlichen grundlegenden Song, so wie er in einem Liederbuch abgedruckt ist, vornimmt. Gewöhnlich beinhaltet das zumindest drei Maßnahmen: Das „Versetzen“ von Tönen innerhalb der Melodie, das Ändern der Akkordfolge und/oder auch Taktwechsel. Das jazzieste dabei ist, dass ein wahrer Jazzmusiker in der Lage ist, denselben Grundsong bei jedem Mal anders zu spielen. Das ist der Punkt: Ihr Repertoire an Variationen ist unerschöpflich.

F. Scott Fitzgeralds Buch der „Große Gatsby" basiert auf dem Jazz Age. Er ist im Grunde derjenige, der dieser historischen Epoche den Namen „The Jazz Age" gegeben hat.

gatsby

Also wir hatten gerade eine nette Unterhaltung über Jazz, aber es ging mehr um Musik, Gefühle und Emotionen als über Schriften. Jetzt sind sie an der Reihe!

Gratis „Jazz Age“-Schriften

Glaubst du, es ist möglich, Jazz und Web-Design zu kombinieren? Na klar, das ist ganz leicht! Kreative Designer improvisieren auch die ganze Zeit, und jedes nächste Projekt unterscheidet sich immer von seinem Vorgänger. Wenn du durch den Jazz-Style inspiriert und jetzt in der richtigen Stimmung bist, sind wir bereit, dir ein leistungsfähiges Instrument zur Verfügung zu stellen, auf dem du spielen kannst. Du brauchst kein Musiker zu sein, um es zu nutzen, bleib einfach, wer du bist, denn es ist immer etwas Platz für Jazz in der Seele eines jeden Künstlers. Wie wäre es mit ein bisschen Jazz-Style-Typografie? Improvisiere mit den Gratis-Jazz-Schriften, die wir weiter unten für dich vorstellen, um mehr von diesem Genre im Web zu verbreiten.

In der Typografie war das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts eine Zeit der großen Erwartungen, von bedeutsamem technologischen Fortschritt, vielen Experimenten und kontroversen Ergebnissen," - Peter Biľak.

Die ersten digitalen „Schriftgießereien“ wurden Mitte der 80er Jahre und Anfang der 90er Jahre errichtet. Die Pioniere der Branche waren Emigre (1984), dann FontShop (1991), und kleinere Firmen wie T26, House Industries, Garage Fronts, Thirstype usw. Aber seien wir ehrlich: die Arbeit dieser Unternehmen war schon sehr ähnlich. Die technologischen Aspekte der Schrifterstellung haben die Kontrolle über den Beruf ergriffen, wohingegen Schriften früher wirklich einzigartige Kreationen waren.

1985 führte Adobe Systems Postscript ein, was einen echten Durchbruch bedeutete. Für alle, die nicht sicher sind, was Postscript ist, sei angemerkt, dass es eine Sprache zur Definition von Grafikseiten ist, was bedeutet, dass Designer zum ersten Mal überhaupt die totale Kontrolle über den gesamten kreativen Prozess haben konnten. Auch Truetype wurde um diese Zeit von Apple herausgebracht als eine Art Konkurrenz zu Adobe.

Innerhalb von ein paar Jahren hatten Designer so viele neue Schriften hergestellt, wie während der gesamten 500-jährigen Geschichte der Typografie. Die Zugänglichkeit und Preisreduktion im Bereich der Computertechnologie führte zu der so genannten „Demokratisierung“ des Schriften-Design-Berufes. Die Evolution der digitalen Technologie hatte zur Folge, dass das Design von Schriften nicht länger nur den Spezialisten in diesem Fachbereich vorenthalten war. Darum wurde die Demokratisierung der Typografie von vielen als Bedrohung für die Existenz der professionellen Designer angesehen.

Im Jahr 1990 hat Matthew Carter, ein britischer Typograf, endgültig geschlussfolgert:

„Als Teil der Demokratisierung der Wirtschaft wurde die Erstellung von Schriften entmystifiziert.“

Schlüsselspieler auf dem Font-Design-Feld des 20. Jahrhunderts

  • Edward Johnston (1872-1944). Er gilt als „Vater“ des Revivals des formalen Schriftzugs des 20. Jahrhunderts. Seine bekannteste Konstruktion ist der Blockbuchstabe für die Londoner U-Bahn, basierend auf den klassischen römischen Proportionen.
  • Otto Eckmann (1865 -1902). Er schuf die Eckmann-Schrift. Otto Eckmann hat eine eigene Schrift entwickelt, die mit dem Jugendstil-Ideal von Formen übereinstimmte. Weder durch Antiqua- noch Fraktur-Schriften beeinflusst, ist sie das, was wir als eine Bastard-Schrift bezeichnen, die von dem Designer frei konstruiert wurde und einen enormen Einfluss auf die Typografieentwicklung hatte.
  • William Morris, ein englischer Künstler, Schriftsteller und Handwerker. Er fand einfach keine Schriftarten, Papier oder Drucke, die seine hohen Ansprüche erfüllen konnten. So beschloss er die Kunst des Druckens selbst zu lernen. Im Jahre 1891 gründete er die Kelmscott Press. Er entwarf spezielle Druckschriften mit Hilfe seines Freundes Emery Walker. Morris' Werke, die von Hand auf Büttenpapier gedruckt wurden, gelten als die schönsten der frühen Bücher.
  • Frederic William Goudy, der amerikanische Schriften-Designer. Er schuf mehr als 100 Schriftbilder in seiner langen Karriere als Drucker, Herausgeber und Typograf. Im Jahr 1908 begann er eine lange Zusammenarbeit mit der Lanston Monotype Corporation, in der viele seiner besten Arbeiten entstanden. Unter seinen Schriftarten waren Forum und Trajan, die auf den in der Trajanssäule eingravierten römischen Großbuchstaben basieren, sowie Goudy Modern, seine erfolgreichste Schrift.
  • Alfred A. Knopf entwickelte eine Reihe von Schriften für die Zeilensetzmaschine, von denen zwei (Electra und Calaedonia) eine breite Verwendung in dem amerikanischen Buchmachen bekommen haben.
  • Eric Gill (1882-1940) ist bekannt als britischer Typograf, Bildhauer und Kupferstecher. Gängige Schriften, die er entwarf, sind Gill Sans und Perpitua.
  • Sol Hess (1886-1902) war ein äußerst einflussreicher Designer des 20. Jahrhunderts und wird vor allem für seine Entwicklung kompletter Schriftfamilien, wie Twentieth Century geschätzt, sowie seine Rolle bei der Century Gothic.

Das soll es erst einmal gewesen sein! Zeit aus unserem historischen Exkurs zurückzukehren. Aber bitte täusche dich nicht: die Schriften des 20. Jahrhunderts sind noch lange nicht in Vergessenheit geraten. Sie werden immer noch gerne von zeitgenössischen Designern verwendet. Auf diese Weise ist der Kreis der „Jazz Age“-Schriften immer noch geschlossen, und wer weiß, wann er gebrochen wird. Nichts währt ewig, aber Jazz-Musik sowie Jazz-Schriften belehren uns immer wieder eines besseren.

Jazz FontsA copy

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Hat dir die kostenlose Sammlung von Schriften des 20. Jahrhunderts und unsere kurze Geschichte über Jazz gefallen? Vielleicht kennst du noch weitere unbekannte Fakten über das Genre und bist bereit, sie mit uns zu teilen? Wir werden all deine Kommentare mit größtem Vergnügen lesen.

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt. Das Original findest du hier: Free Jazz Age Fonts – Play Your Own Melody